Wehrpflicht

Beim deutschen System der Wehrpflicht ist die Wehrgerechtigkeit schon lange nicht mehr gegeben. Nur jeder vierte junge Mann wird eingezogen, um einen „Dienst“ abzuleisten, der seinen Zweck nach dem Ende des Kalten Kriegs lange verloren hat.

Junge Männer werden aus ihrer Ausbildung und ihrem Beruf gerissen, um für einen Ernstfall zu üben, der sich heute glücklicherweise erledigt hat. Diejenigen, die aus Gewissensgründen verweigern, arbeiten oftmals in Einrichtungen, in denen auf Grund dessen keine neuen Arbeitsplätze entstehen können. Mir ist jedoch bewusst, dass viele Einrichtungen auf Grund der knapp kalkulierten oder vorgegebenen finanziellen Ressourcen, nicht in der Lage wären die Zivildienstleistenden durch Vollzeitbeschäftigte zu ersetzen. Dies hätte zur Folge, dass die Menschen und Patienten in den jeweiligen Institutionen und Einrichtungen in der Betreuung schlechter gestellt würden. Deshalb setze ich mich für die Besserstellung der Freiwilligen Jahre ein (FSJ, FKJ, FÖJ).

Vor diesen Hintergründen spreche ich mich nachdrücklich für eine Aussetzung der Wehrpflicht und den langfristigen Umbau der Bundeswehr zur Freiwilligenarmee nach dem Vorbild vieler europäischer Nachbarstaaten aus.

Die Aufgaben der Bundeswehr haben sich dramatisch verändert. Gebraucht wird nicht mehr eine große Masse Wehrpflichtiger. Was die Bundeswehr braucht, sind hochprofessionelle Spezialisten.